»Großartig, wie Christopher Isherwood diesen riesigen, traurigen, nebelverschleierten und von der Sonne verdörrten Kontinent zum Leben erweckt.«NEW YORK TIMES
Kondor und Kühe

Christopher Isherwood

Kondor und Kühe

Ein südamerikanisches Reisetagebuch

Aus dem Englischen von
Matthias Müller
368 Seiten, € 22,00
Halbleinen, Lesebändchen

Erscheinungstermin

11. März 2013

ISBN

978-3-95438-007-7
Erstmals in deutscher Übersetzung: Christopher Isherwoods Reisetagebuch über Südamerika. »Kondor und Kühe« ist das einfühlsame, hellsichtige Porträt eines Kontinents, der beherrscht wird von Armut und Unterdrückung, dessen Lebensmut jedoch ungebrochen ist. Ein außergewöhnliches Buch eines großen Autors.

Am 20. September 1947 schifft sich Christopher Isherwood zusammen mit dem Fotografen William Caskey in New York ein, um den südamerikanischen Kontinent zu bereisen. Fast sechs Monate brauchten die beiden, um von der venezolanischen Hafenstadt La Guaira über die Anden nach Buenos Aires zu gelangen. Entdeckt haben sie einen Kontinent voller Gegensätze. Schneeberge, die senkrecht aus dem Dschungel ragen, und Gletscher, die über Bananenplantagen hängen. Kondore, die über Kühen kreisen. Flugzeugpassagiere, die auf Packkarawanen von Lamas hinabblicken. Brandneue Cadillacs, die Maultiere von der Straße hupen. Aber auch einen Kontinent voller Gewalt. Ein falsches Wort, und ein Messer wird gezückt. Autos und Lastwagen werden mit einer selbstmörderischen Gleichgültigkeit gesteuert. Immer wieder kommt es zu Unruhen, die ebenso blutig sind wie sinnlos ...
In einer glasklaren, bildmächtigen Sprache erzählt Christopher Isherwood von seinen Abenteuern in Südamerika. Entstanden ist ein Reisetagebuch, das uns einen Kontinent vor Augen führt, der lange Zeit als unregierbar galt. »Kondor und Kühe« ist eine literarische Glanzleistung – und ein beeindruckendes historisches Dokument.

Pressestimmen

DIE ZEIT

"Auf seiner Reise besucht der 43 Jahre alte Schriftsteller Volksfeste, Botschaftsempfänge, Urwaldcamps und Irrenhäuser. Er schließt Quito ins Herz, fühlt sich träge in Lima, schwärmt von Buenos Aires, der ‚wahrhaft internationalsten Stadt der Welt‘. Und am Ende fragt sich der Leser nur, warum man mehr als 60 Jahre warten musste, bis dieses schöne Reisebuch erstmals ins Deutsche übertragen wurde."
Ulf Lippitz

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

"Ein wiederentdecktes Meisterwerk aus den vierziger Jahren."

Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Ein packendes Porträt von einer Welt im Übergang zwischen Kolonialvergangenheit und neuerlicher Selbsterfindung."
Tobias Döring

DIE WELT

"Ein Reisetagebuch, das noch immer von verblüffender Aktualität ist, und in hohem Grade erquicklich ausfällt."
Marko Martin

Deutschlandfunk

"Kondor und Kühe lebt von den gleichen Schreibstrategien, die Isherwood schon in anderen Büchern ausprobiert hat: von der Vermischung von Dokumentarischem und Fiktionalem, vom genauen Blick - I'm a camera, lautet die Maxime, die in diesem Zusammenhang immer wieder zitiert wird."
Michael Schmitt