»Mit Daniel Woodrell leuchtet ein weiterer Stern auf einem schwarzen Himmel, den die Götter längst verlassen haben.«DER STANDARD
Der Tod von Sweet Mister

Daniel Woodrell

Der Tod von Sweet Mister

Roman

Aus dem Englischen von
Peter Torberg
192 Seiten, € 16,90
Gebunden mit Schutzumschlag

Erscheinungstermin

15. Juni 2012

ISBN

978-3-935890-95-3

Auch als eBook erhältlich

Eine aufwühlende Familiengeschichte und zugleich ein dunkles Märchen über das Erwachsenwerden. Daniel Woodrell schildert eindrucksvoll das Schicksal eines Jungen, der zu früh die Nachtseiten des Lebens kennenlernt und hierüber seine Unschuld verliert.
Ein Sommer wie ein schleichender Übergang ins Verhängnis. Der dreizehnjährige Shug Akins wächst auf dem weiten Ozark-Plateau im Süden Missouris heran, ein Außenseiter inmitten der maroden Sehnsüchte des amerikanischen Hinterlands. Seine Mutter Glenda, eine verblühende Schönheit, hängt an der Flasche, während sein Vater Red die Familie mit unberechenbarer Gewalt tyrannisiert. Als Red beginnt, Shug zu Einbrüchen anzustiften, gerät das labile Gleichgewicht ins Schwanken. Shug lernt zu stehlen, zu lügen – und aufzubegehren. Gerade da taucht Jimmy Vin Pearce auf, mit seinem grünen Ford Thunderbird und der Verheißung auf eine andere, bessere Welt. Doch als Glenda sich mit ihm einlässt, entlädt sich ein lange unterdrücktes Gemisch aus Eifersucht und Hass, und der Traum von der Lebensflucht wird zur tödlichen Falle.
Mit der Unausweichlichkeit einer antiken Tragödie beschreibt Daniel Woodrell die Eskalation menschlicher Passion in urwüchsige Gewalt. Mit jeder neuen Seite verwischt er die Grenzen zwischen Notwehr und Mord, Rache und Befreiung – und führt seine Figuren an jenen unheilvollen Scheidepunkt, an dem das letzte Opfer auf dem Weg zur Erlösung die eigene Unschuld ist.

Pressestimmen

DIE ZEIT

"Woodrells Bücher schmecken wie Essig mit Bourbon und viel Koffein, und wer sich daran gewöhnt, hat ein Problem: Er bekommt Schlagsahneliteratur kaum noch hinunter."
Thomas Klingenmeier

Hamburger Abendblatt

"Woodrell erzählt in einer glasklaren Prosa, mal lakonisch, mal mit bildhafter Präzision, nie ein Wort zuviel, immer auf jenen dramaturgischen Punkt zielend, der die Handlung vorantreibt, unerbittlich auf das Ende hin, das eine Lösung bietet, Erlösung nicht."
Volker Albers

Neue Zürcher Zeitung

"Woodrell berichtet mit packendem Drive und schockierender Wucht."
Angela Schader

TAZ

"Mit detailsensibler erzählerischer Genauigkeit malt Woodrell die Lebenswelten des vergessenen Bodensatzes der Gesellschaft aus."
Katharina Granzin

PROFIL

"Kaum ein Autor versteht es, dermaßen schnörkellos und wuchtig über familiäre Gewalt und aussichtslose Biografien zu schreiben. Eine faszinierend düstere Geschichte."
Karin Cerny

DIE WELT

"Ein schmales, unerbittliches Buch... Daniel Woodrell verfügt über die Gabe, mit Lakonie und einfühlender Trockenheit auf ein schlechtes Ende zuzusteuern. Er meißelt seine Sätze in Stein, ist zugleich voller Hingabe und innerer Verzweiflung."
Holger Kreitling

Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Daniel Woodrell gelingt es auf faszinierende Weise, Charaktere zu schaffen, mit denen man leidet, weil immer wieder durchscheint, dass sie den falschen Weg im Leben gehen, ja vielleicht gehen müssen."
Philipp Sandmann

KulturSPIEGEL

"Daniel Woodrell erzählt in einer markigen Sprache eine harte Geschichte und verzichtet dabei auf unnötige Showeffekte."
Christoph Schröder

FOCUS

"Woodrell gilt als präziser Chronist des amerikanischen Albtraums. Ein Drama von antiker Wucht."
Jobst-Ulrich Brand