Das Ende des Bengalischen Tigers

Yoko Ogawa

Das Ende des Bengalischen Tigers

Roman in elf Geschichten

Aus dem Japanischen von
Sabine Mangold
224 Seiten, € 18,90
Gebunden mit Schutzumschlag

Erscheinungstermin

11. Februar 2011

ISBN

978-3-935890-75-5

Auch als eBook erhältlich

Wanderungen zwischen Imagination und Realität: In elf miteinander verwobenen Geschichten entwirft Yoko Ogawa eine Alltagswelt, in die unvermittelt etwas Fremdes, Bedrohliches einbricht. Eine Lektüre auf dünnem Eis, tiefgründig und geheimnisvoll.

Eine Frau möchte zum zehnten Geburtstag ihres Sohnes, der vor Jahren durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, in einer Konditorei zwei Erdbeertörtchen kaufen. Doch als sie den Laden betritt, kommt niemand, um sie zu bedienen. Die zierliche Konditorin steht mit dem Telefonhörer am Ohr hinten in der Küche und weint stumm vor sich hin.Einige Jahre zuvor bekommt eine Schriftstellerin von einer alten Witwe, bei der sie zur Untermiete wohnt, eine Karotte geschenkt, die einer menschlichen Hand ähnelt. Sogar die Lokalnachrichten interessieren sich für die merkwürdige Karotte. Doch kurz darauf macht die Polizei im Gemüsegarten der Witwe einen grausigen Fund. Was hat eine Mutter, die ihr Kind verloren hat, mit einer alten Witwe zu tun, deren Mann vor Jahren unter mysteriösen Umständen verschwunden ist? Welche Verbindung gibt es zwischen einer Schriftstellerin, die regelmäßig bis spät in die Nacht arbeitet, und einer Konditorin, die als Mädchen in ein ehemaliges Postamt eingebrochen war? Yoko Ogawa spinnt ein feines Netz von Geschichten, die in einer rätselhaften Welt spielen. Alle Figuren folgen ihrem eigenen unergründlichen Schicksal, und doch kreuzen sich ihre Wege, während sie wie im Traum an den Abgründen des Lebens entlangwandeln.

Pressestimmen

KulturSPIEGEL

"Wo auch immer man sich bei Ogawa befindet – ob in den Weiten des (Alp)traums oder auf dem Boden der Realität: In Sicherheit darf man sich niemals wähnen."
Christoph Schröder

Deutschlandradio

"Ogawa liebt und beherrscht das inszenierte Wechselspiel von Unschuldigkeit und Grausamkeit."
Claudia Kramatschek

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

"Yoko Ogawa zeigt uns die tiefe Seele Japans. Ein Meisterwerk, kraftvoll und sinnlich, verstörend und betörend."
Britta Heidemann

Neue Zürcher Zeitung

"Yoko Ogawa entzündet ein Feuerwerk von kleinen Absonderlichkeiten. Ein Feuerwerk, das sie stets unter Kontrolle hat."
Leopold Federmair