»Eine der stärksten Stimmen der französischen Gegenwartsliteratur.«SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
Die Lichter von Pointe-Noire

Alain Mabanckou

Die Lichter von Pointe-Noire

Aus dem Französischen von
Holger Fock und Sabine Müller
272 Seiten, € 20,00
Gebunden, 20 Schwarz-Weiß-Fotografien

Erscheinungstermin

21. August 2017

ISBN

978-3-95438-079-4
»Lange habe ich meine Leser im Glauben gelassen, meine Mutter lebe noch. Ich will mich bemühen, von jetzt an zur Wahrheit zurückzukehren, in der Hoffnung, diese Lüge abzuschütteln, mit der ich bisher meine Trauer aufgeschoben habe.«
Im Juni 2012 reist Alain Mabanckou zum ersten Mal seit dreiundzwanzig Jahren in den Kongo. In seiner Heimatstadt Pointe-Noire wird er begeistert empfangen, schließlich ist aus dem jungen Mann, der einst zum Studieren nach Frankreich ging, ein erfolgreicher Schriftsteller geworden. Seine weitläufige Verwandtschaft weiß, dass er manchmal im Fernsehen auftritt, dass er in der Nähe von Hollywood lebt und viele Weiße seine Bücher lesen. Doch Alain Mabanckou muss erkennen, dass sein Besuch in der Heimat keine Rückkehr nach Hause ist. Überall hat er das Bild seiner Mutter vor Augen, die alt geworden und gestorben ist, während er fern von ihr in einem fremden Land lebte. Und so wird aus seinen Streifzügen durch die Stadt eine Reise in die eigene Kindheit. Denn er erinnert sich an den Rat, den seine Mutter ihm mit auf den Weg gegeben hat, als die beiden sich zum letzten Mal begegneten: Heißes Wasser vergisst nie, dass es einmal kalt war.
Eine literarische Spurensuche zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Alain Mabanckou zeichnet in »Die Lichter von Pointe-Noire« das humorvolle, aber auch berührende Porträt einer Frau, die unbeugsam allen Widrigkeiten des Schicksals trotzt. Und er erzählt eine Geschichte über das Fremdsein, das dort am stärksten sein kann, wo man es am wenigsten erwartet.

Pressestimmen

taz - die tageszeitung

"Ein poetisches, melancholisches und kluges Buch."
Ulrich Gutmair

SCHWEIZER RADIO - SRF 2 KONTEXT

"Mabanckou ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler.“"
Esther Schneider

DIE ZEIT

"Höchste Zeit, dass wir auch in Deutschland Mabanckou lesen. Dank der wie immer leichtfüßigen Übersetzung von Holger Fock und Sabine Müller ist das ein großes Vergnügen."
Caspar Shaller

FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG

"Eine Hommage an Afrika, an die Würde und Unabhängigkeit von Mabanckous Mutter und eine Geschichte über das Fremdsein, das bisweilen ausgerechnet dort am stärksten ist, wo man es am wenigsten erwartet."
Karen Krüger