»Es gab seit Jahren kein Buch, das einen so nachdenklich stimmt.«The Guardian
Red Pill

Hari Kunzru

Red Pill

Roman

Aus dem Englischen von
Werner Löcher-Lawrence
352 Seiten, € 22,00
Gebunden mit Schutzumschlag

Erscheinungstermin

23. August 2021

ISBN

978-3-95438-134-0

Auch als eBook erhältlich

Verschwörungstheoretiker und die Alt-Right-Bewegung, die Punkszene in der DDR, Heinrich von Kleist und die amerikanische Präsidentschaft: Hari Kunzru lässt verschiedene Welten aufeinanderprallen, um eine Vermessung unserer bedrohten Gegenwart vorzunehmen. Ein Roman am Puls der Zeit.
Ein amerikanischer Schriftsteller erhält ein Stipendium für den Aufenthalt an einer Berliner Kulturstiftung. Das renommierte Deuter-Zentrum fühlt sich den Werten von Offenheit und Transparenz verpflichtet, er jedoch empfindet die rigiden Regeln der Akademie als Eingriff in seine Privatsphäre. Er sondert sich ab, unternimmt ausgedehnte Spaziergänge am Wannsee, liest Kleist und streamt sich durch alle Folgen einer ultrabrutalen Fernsehserie namens »Blue Lives«. Auf einer Gala anlässlich der Berliner Filmfestspiele lernt er den Schöpfer der Serie kennen, einen jungen Amerikaner namens Anton, der sich rasch als reaktionärer Agitator entpuppt und eine unerklärliche Faszination auf ihn ausübt. Sind die konspirativen Codes und Signale, die er in Antons Serie zu erkennen glaubt, geheime Nachrichten an ihn? Ist er der Einzige, der Anton auf seinem Kreuzzug zur Verbreitung identitärer Werte aufhalten kann? Oder bildet er sich das alles nur ein? Nach und nach wird aus seinen quälenden Fragen echte Besessenheit, und er folgt Anton quer durch Europa, um ihn zu stellen … Mit »Red Pill« führt uns Hari Kunzru die Selbstvergessenheit liberaler Demokratien vor Augen. Eindringlich schildert er, welchen Gefahren sich unsere Gesellschaft im digitalen Zeitalter aussetzt, wenn sie, von der eigenen Unfehlbarkeit überzeugt, radikale Kräfte gewähren lässt. Denn zum autoritären Staat ist es immer nur ein kleiner Schritt.

Pressestimmen

DIE PRESSE

"Mit dieser hoch konzentrierten Gegenwartsbeschau hat Hari Kunzru seinen bislang intensivsten Roman vorgelegt."
O. P. Zier

SPIEGEL / SPIEGEL+

"Die Todessehnsucht der deutschen Romantik, die Ohnmacht rechter Fake News - Kunzru verdichtet sie zu einem schaurigen Requiem auf die liberalen Eliten."
Christian Buß

BR24 - Die Kultur

"Ein Roman, der uns die Augen öffnet. Der konventionell linear, aber sogartig erzählt ist und spannend wie ein Thriller. Mit einer irren Volte von Kleist über DDR-Punk, Nazi-Erbe und Stasi-Terror, bis zum Rassismus heute, mit psychologischer Tiefe und einem messerscharfen Blick auf die Krise unserer Demokratie, mit reichlich Identifikationspotential, wenig Hoffnung und vielen Fragen, entlässt uns der Roman. Atemlos."
Cornelia Zetzsche

KÖLNISCHE RUNDSCHAU / KÖLNER STADT-ANZEIGER

"Ein so spannendendes wie intellektuell anregendes Buch."
Christian Werthschulte

ORF / Ö1 DIAGONAL

"Eine wohlkonstruierte und spannende Spurensuche nach dem Wesen und Zweck von Ich-Erfahrung, Selbstempfindung und Privatheit – danach, was verloren geht, wenn ein wie immer geartetes Ich kein Rückzugsgebiet mehr hat."
Monika Halkort

BAYERN 2 RADIOTEXTE - DAS OFFENE BUCH

"In seinem packenden neuen Roman beschreibt Hari Kunzru die Gefährdung demokratischer Werte und die Verunsicherung westlicher Intellektueller." 
Cornelia Zetzsche im Gespräch mit Hari Kunzru
Lesung: Thiemo Strutzenberger

DER TAGESSPIEGEL

"Ein Bekenntnis zu Humanismus, Intellektualismus und liberaler Großzügigkeit. Zu einem Geistesleben, das sich um Messbarkeit, Effektivität und Algorithmen nicht schert – bei allem Wissen um seine Schwächen."
Werner van Bebber

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