»Ottessa Moshfegh ist wohl das nächste grosse Ding.«THE WASHINGTON POST
McGlue

Ottessa Moshfegh

McGlue

Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger
144 Seiten, € 16,00
Gebunden mit Schutzumschlag

Erscheinungstermin

22. August 2016

ISBN

978-3-95438-067-1

Auch als eBook erhältlich

»Ich wollte meinen Namen ändern und mein Gesicht vergessen, und ich wollte trinken und meinen Kopf zugrunde richten ...« In einem furiosen Monolog aus Erinnerungsfetzen und Phantasmagorien entwirft Ottessa Moshfegh ein existenzialistisches Drama, das einen nicht unversehrt zurücklässt. Ein ungewöhnliches, mitreißendes Erzähldebüt.
Salem, Massachusetts. Im Jahr des Herrn 1851. Der Seemann McGlue ist schwerer Trinker und sitzt im Gefängnis. Ihm wird vorgeworfen, vor Sansibar seinen besten Freund Johnson ermordet zu haben. Nur kann er sich an nichts erinnern. Was daran liegt, dass sein Schädel gespalten ist, seitdem er vor Monaten aus einem fahrenden Zug gesprungen ist, um nicht als blinder Passagier entdeckt zu werden. McGlue will sich auch an nichts erinnern, er will nur trinken. In der Nähe von New Haven hatte Johnson ihn einst auf der Straße aufgelesen und so vor dem Erfrieren gerettet. Er war es, der nach seinem Sturz für ihn sorgte, der ihn zur Handelsmarine brachte und mit ihm um die Welt segelte. Warum also sollte McGlue ihn umgebracht haben?
Ottessa Moshfegh erzählt die abgründige Geschichte eines Mannes, dessen Hass auf die Welt zu groß ist, als dass er unversehrt sein Dasein fristen kann. »McGlue« ist ein stimmgewaltiges, eindringliches Buch über das immerwährende Scheitern des Menschen, den eigenen Unzulänglichkeiten Herr zu werden. Denn zwischen Schuld und Gerechtigkeit steht immer das Leben.

Pressestimmen

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

"Moshfegh nutzt unsere literarischen Referenzen, um aus Melville, Poe und Lovecraft eine Achterbahnfahrt durchs Unterbewusste zu formen, die nur am Schluss dadurch irritiert, dass sie tatsächlich an ein Ziel führt."
Andreas Platthaus

WDR 1live

"McGlue ist eine Geschichte über Freundschaft, Unterdrückung und Liebe, erzählt vor der Kulisse der rauen Seefahrt mit peitschenden Wellen und pfeifendem Wind. Mitreißend und einfühlsam wird hier das Porträt eines Mannes erzählt, der leider die Wahrheit zu spät erkennt. Ein ganz heftiges Buch."
Gesa Wegeng

FRANKFURTER RUNDSCHAU

"What shall we do with the drunken sailor? In diesem Roman hat er sich längst selbst in einen dunklen Mahlstrohm gestürzt, aus dem es garantiert keine Rettung gibt."
Sylvia Staude

TAGESANZEIGER

"Ein Buch weit abseits des Mainstreams, das beim Lesen erschüttert. Ein existenzieller, brutaler Seefahrerroman. 140 Seiten Dynamit!"
Ricco Bilger

DER STANDARD

"Das Debüt der US-Autorin schildert den Untergang eines Seemanns. Atemberaubend und wuchtig erzählt."
Christian Schachinger

SPIEGEL online

"Ein dünnes, aber großes Buch ... Wie diese Novelle mit dem Erinnern und Vergessen spielt, zeigt ein großes Talent."
Felix Bayer

NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

"Ein ebenso rabiates wie bemerkenswertes Debüt."
Angela Schader